Zur Info über unsere weiteren Pläne:
Wir haben MULINE jetzt ja verkauft, das heisst aber nicht, dass wir jetzt obdachlos sind. Wir haben sie ja noch und auch noch genug Zeit mit ihr, hier in der Karibik herumzutingeln. Kuba und alles was nördlicher liegt, ist allerdings gestrichen, dafür wäre die Zeit einfach zu knapp. Wir geniessen noch ein Weilchen Martinique, freuen uns auf Besuch von Christophs Eltern, segeln zusammen nach Domenica und Guadeloupe.
Ende April, Anfang Mai gibt es dann einen Crew-Wechsel auf den Britischen Virgin Islands. Ich steige ab mit den Kindern und Christoph macht sich mit seinem Papa und dessen Freund Burghard auf den Weg zurück übern Atlantik via Bermuda und Azoren.
Ich bin grad intensiv am Überlegen und Planen, wie ich den Monat, den die Männer ungefähr für die Überfahrt brauchen, nutzen kann. Eine Idee wäre es, noch ein Weilchen in der Karibik zu bleiben, viell. ein Hotel in der Domenikanischen Republik. Oder mit einem Kreuzfahrtschiff zurück nach Europa. Bin für alle Anregungen dankbar.
Die Übergabe des Bootes an ihren neuen Besitzer ist Mitte Juli - wahrscheinlich in Lissabon - geplant. So können wir die Wochen vorher noch ein wenig in Portugal segeln, jenachdem, wieviel Zeit noch bis zur Übergabe übrig ist.
Und dann haben wir noch ca. 2 Monate, allerdings dann ohne Boot. Auch dafür muss uns noch was Gescheites einfallen.
Spätestens Mitte September sind wir dann zurück in Zürich.
Montag, 9. Februar 2015
Montag, 2. Februar 2015
45. Bequia (Admiralty Bay)
– St. Lucia (Soufriere und Rodney Bay Marina) – Martinique
(Petit Anse dArlet, Anse Noir und Fort de France)
„Segeln mit Freunden
und Abschied ist ein scharfes Schwert Teil II„
Pascaline
und Andi hatten für den Januar ein Boot namens TIBô von Guadaloupe
aus gechartert, zusammen mit Pascalines Eltern. Durch unsere ganzen
Termine – wir Werft und Käufer südlichst, in Grenada, sie aus
dem Norden kommend, blieb uns nur noch die letzte Januar Woche, die
wir aber intensiv genutzt haben.
Als
die Sonne aufging, kamen sie auch schon mit ihrem Schlauchboot rüber.
Wir hatten uns erstmal viel zu erzählen, haben wir alle doch in den
letzten Monaten unnatürlich viele neue Erlebnisse gehabt. Zumal sie
auch relativ am Ende ihres Auszeit-Jahres waren und in der Zeit viele
Orte auf der Welt besucht haben.
Wir
klärten schnell noch alle Formalitäten samt Kaufvertrag mit dem
zukünftigen Eigner von MULINE und Christoph brachte ihn an Land, von
wo er aus mit Fähre und kleinem Flugzeug zurück nach Grenada
startete, um seinen Rückflug in die Schweiz anzutreten.
Den
ersten Tag gabs für uns All Inclusive, also Vollverpflegung an Bord
der TIBô. In dem Stil haben wir das die ganze Woche so beibehalten,
Mahlzeiten wurden immer zusammen eingenommen, entweder auf MULINE
oder TIBô.
Die
Kinder kommen sehr gut miteinander zurecht, die Jungs spielten den
ganzen Tag harmonisch zusammen. Einer inspirierte den anderen im
positiven Sinn. Zum Beispiel beim Schwimmen oder vom Boot aus ins
Wasser springen mit untertauchen.
Am
nächsten Tag holten wir auch schon wieder unsere Anker hoch, hatten
wir doch eine Tagesetappe von ca. 50 Seemeilen vor uns. Zurück gen
Norden, zurück zu den Inseln, die wir auf dem Hinweg schon passiert
haben. Unterwegs gabs Regenschauer und Delfine, es war eine
entspannte Tour.
Wir hatten viel Zeit zum gegenseitigen
Fotografieren.
In St.
Lucia ankerten wir vor Soufriere, Licht und Wasser waren toll in der Bucht mit
Blick auf die grünen Berge,
Kurz
vor der Marina bestellten wir per Funk zwei Liegeplätze und hatten
Glück. Wir wurden Stegnachbarn. Sehr praktisch, z.B. konnte ich
schnell mit einer Pfanne Nudeln rübersteigen zum etablierten
gemeinsamen Essen oder die Kinder konnten schnell hin und her. Und
auf den Stegen wild hin und her rennen.
Von
Rodney Bay gings tags darauf nach Martinique.
Vorsorglich band der Käpt´n zwei Reffs ins Segel. Hohe Wellen, ordentlich Wind und eine Durchschnittsgeschwindigkeit um die sieben Knoten, wir waren also flugs drüben. Wir haben den Eindruck, der neue Unterwasserschiffs-anstrich bringts. Unterwegs wurden wir von Seevögeln begleitet, die die von uns aufgescheuchten fliegenden Fische jagten und wie Pfeile ins Wasser stürzten.
Unsere
Anker haben wir in Petit Anse d´Arlet geworfen. Neue Eindrücke -
die Zugehörigkeit Martiniques zu Frankreich und der EU hinterlässt
Spuren. Ordentlich befestigte Strassen, betonierte Strandpromenade,
Häuser frisch bunt gestrichen, ein bisschen wie Legoland. Und
überall wimmelt es von Franzosen, die Ferien zu haben scheinen.
Ich
musste mit Emil nochmal zu einem Arzt, weil er wieder über
Ohrenschmerzen klagte. Zum Glück hat Pascaline übersetzt – mein
Französisch ist nicht gut bzw. gar nicht vorhanden. Pilze und eine
Entzündung im Ohr bedeutete, erstmal fünf sechs Tage Badeverbot.
Und dass, wo wir an unserem
nächsten Stopp, einer wunderschönen kleinen Badebucht (Anse Noir)
mit schwarzem Sand vor Anker lagen. Dort blieben wir drei Nächte.
Gleich nebenan war eine kleine Bucht mit weissem Sand. Ein schönes
Schnorchelrevier (Schildkröten, eine Gruppe Squids, eine Languste
Trompetenfische, etc.)
Abends
sind wir mit unseren Schlauchbooten, bepackt mit Schüsseln und
Schälchen voller Leckereien, zum Grillvergnügen an den Strand
gefahren.
der
Hauptstadt von Martinique, deren Skyline wir von dort aus schon sehen
konnten. Ein kleiner Schlag, gemeinsam rüber. Das Ankerfeld lag vor
der Stadt. Unser Anker hat erst beim zweiten Mal gehalten, mit
neidischem Blick auf TIBô, die immer ihren Anker einfach reinwerfen
und fest liegen.
Noch
einmal machten wir uns auf zum gemeinsamen Landfall. Wir enterten den
gut bestückten Carrefour Supermarkt und deckten uns nochmal für ein
gemeinsames Abendbrot bzw. zNachtesse an Bord der TIBô ein. Wir
haben oft und gerne zusammen geschlemmt, Essen war ein grosses Thema
in der Woche, aber mehr als die Hälfte der TIBô-Besatzung waren ja
auch Franzosen.
Am
nächsten Morgen in der Frühe winkten wir ihnen zum Abschied, sie
mussten weitersegeln nach Guadaloupe. Ihre Charterzeit war vorbei,
sie mussten weiter zur letzten Station ihrer Weltreise, nach St.
Martin (http://matteo-leane.blogspot.com). Wir sehen uns dann in der
Schweiz wieder.
Prof.
Emil beeindruckt von Matteos Alaska-Bilderbuch ohne Luft zu holen:
„Mama, wir müssen auch mal in Alaska. In welcher Richtung liegt
Alaska? In Süden?“
Samstag, 31. Januar 2015
44. Grenada (Spice Island
Marina) – Grenada (St. George) – Bequia (Admiralty Bay)
„Abschied ist ein
scharfes Schwert Teil I„
| Muskatnuss-Cooperative |
Nach
der ganzen Arbeit auf der Werft inklusive umfassendem Frühjahrsputz,
haben wir uns einen Tages-Trip quer über die Insel gegönnt.
Zusammen mit PAROYA haben wir dafür ein Auto samt ortskundigem
Fahrer gemietet. Leider konnte Christoph kurzfristig nicht mitkommen,
da er derweil unser Schlauchboot reparieren musste. Trotzdem war es
ein toller Tag voller Eindrücke.
Die fruchtbar dichtbewachsene grüne
Insel, lauter bunte Blumen und Früchte, die uralte Rumfabrik mit
Verkostung von 79-prozentigem, die koloniale Muskatnuss-Fabrik
und
Kakaobohnen-Verarbeitung und ein Wasserfall im Dschungel. Abends
waren wir glücklich und geschafft zurück, die Kinder hielten ihre
neuen Schätze, zwei Kakaobohnen wie ihre Lieblingspuppen im Arm und
wir hatten viel zu berichten. Christoph allerdings nicht – der
aufwändig aufgeklebte Flicken auf dem Schlauchboot hielt nicht
dicht. So mussten wir noch eimal einen Zwischenstopp „um die Ecke“,
in der Hauptstadt Grenadas St. George planen, um ein neues
Schlauchboot zu erwerben, denn hier brauchen wir es ständig.
Marinas, wie die luxuriöse in St. George erleben wir nämlich nur
noch selten. Die meiste Zeit wird geankert.
| Rum-Destille |
| Kakaobohnen-Trocknung |
| Muskatnuss-Baum |
Des
Abends gabs natürlich noch eine zünftige Abschiedsparty im
Restaurant neben der Werft, während Yannick, der 12jährige Sohn von
PAROYA bei uns an Bord die Kinder beim Schlafen hütete. Nur so viel, es war kein leichter Job.
MULINE
kam am nächsten Tag wieder ins Wasser.
| letzte Handgriffe am schon zum Wasser rollenden Boot |
Und
wir freuten uns auf unsere Freunde Pascaline und Andi mit ihren
beiden Kindern Matteo und Leane, die etwas weiter nördlich mit ihrem
Charterboot herumtingelten (Ich sehe förmlich den Aufschrei von
Andi vor mir, wenn er das hier liest. Sind sie doch schon ganz
schön schnell vorwärtsgeprescht, um möglichst weit südlich zu
sein.)
Also
sind wir morgens gegen Neun gleich nach dem Ausklarieren in der
Marina St. George nach Bequia weitergeeilt, ein etwas längerer
Schlag von ca. 65 Seemeilen. Wir kamen nachts gegen 23 Uhr in der
Bucht von Bequia an. Das hätten wir auf alle Fälle vermieden, wären
wir nicht schon einmal dort gewesen. So konnten wir relativ entspannt
in die Bucht segeln und unseren Anker zwischen die anderen Boote ins
dunkle Wasser werfen. Von einem Boot voraus erkannten wir
Lichtzeichen. Das war doch tatsächlich Pascaline, die noch auf war
und uns begrüsste. Ach, wie schön. Eine gemeinsame Woche, in der
wir zusammen gen Martinique segeln wollten, lag uns bevor.
Robert
begleitete uns noch bis Bequia, um seine Besuchswoche mit möglichst
vielen Eindrücken von MULINE zu füllen. Erfolgreich, wie Ihr schon
lesen konntet. Einerseits sind wir froh, den Verkaufstrubel hinter
uns zu haben und andererseits geben wir MULINE nur ungern in andere
Hände. Aber so ist´s im Leben.
Montag, 26. Januar 2015
Robert: Internetdating
Da habe ich mich doch in eine schöne Lady im Internet verguckt. Sie nennt sich Muline.
So habe ich meinen Seesack gepackt und bin
kurzerhand vom kalten Zürich ins heisse Grenada geflogen um mir die
Dame mal von nahen anzuschauen. Katja, Matilda, Emil und Christoph haben
mich sofort sehr herzlich aufgenommen, mir eine Koje zur Verfügung
gestellt, geduldig alles gezeigt und offen
und ehrlich über alles informiert. Auch über ein, zwei kleine Macken.
Nun, wer hat denn schon mal eine Lady ohne solche gesehen? Gibt’s nicht,
sonst wäre es keine Lady. Ich durfte am Bordleben teilnehmen und habe
gestaunt wie locker Matilda die Crew im Griff hat. Katjas Kochkünste,
Emils Fachwissen über Piraten und Schatzkarten und Christophs
unermüdlicher Einsatz den Kühlschrank nicht unnötig mit vollen Bierdosen
zu überfüllen sowie seine Seemannschaft haben mich sehr beeindruckt.
Nun, ich habe mich rasch entschieden mit der
Muline zusammen ab nächstem Sommer über die Meere zu segeln und so haben
wir nicht lang rumgeschnackt und hatten den Deal nach ein paar Minuten
in trockenen Tüchern. Die Muline Crew kann jetzt den 2ten
Teil Ihrer Reise entspannt geniessen im Wissen dass sich in Zukunft
jemand gentlemanlike um die schöne Lady Muline kümmern wird.
Nochmals Dank an Euch alle, wir sehen uns im Juli.
Mittwoch, 21. Januar 2015
43. Union Island –
Tobago Cays – Union Island – Carriacau (Tyrrel Bay) – Grenada
(Prickly Bay)
„Der Schöne und das
Bier (Christoph) - ein verhinderter Bäckermeister – Leben auf der Werft„
Wir
haben zu Verproviantierungszwecken und zum Ausklarieren noch zwei mal
unseren Anker in Clifton Bay auf Union Island geworfen. Es gab ein
lustiges spontanes Sit-In bei uns an Bord mit der wiedergetroffenen
DELPHIA-Familie und GHOST und natürlich PAROYA – summasummarum
sieben Erwachsene und sieben Kinder. Ein Apero mit zusammengelegten
Leckereien und Christophs erstem selbstgebackenem Brot. Das gab ein
grosses Hallo für den stolzen Käptn.
Er hat sich zum
Bäckermeister gemausert – auch seine Frühstücksbrötchen sind
ein Genuss. Und auch an der perfekten Joghurtzubereitung übt er sich
fleissig. Neue Talente sag ich mal.... ;)
Unser nächstes Ziel
gleich „um die Ecke“ - die Tobago Cays waren wirklich
paradiesisch. Nach einer für uns noch ungewohnten Riffpassage (man
konnte von weitem schon die Wellenbrecher links und rechts der
Einfahrt sehen, Christoph war dementsprechend angespannt) ankerten
wir inmitten kleiner Inseln, alle mit einem feinen weissen Sandstrand
versehen.
Das Wasser war nochmal eine Nummer kristallklarer und
verschieden türkis nuanciert. Schildkröten zogen ihre Kreise um
uns.
Allerdings lag man dort auch recht ungeschützt und mitten im Wind, aber an solch Bedingungen waren wir schon gewöhnt und unserem Fortress-Anker, den wir inzwischen immer benutzen (der Bruce wurde ausgetauscht, der hielt nicht so zuverlässig) können wir sehr gut vertrauen.
| Reefbreak |
Allerdings lag man dort auch recht ungeschützt und mitten im Wind, aber an solch Bedingungen waren wir schon gewöhnt und unserem Fortress-Anker, den wir inzwischen immer benutzen (der Bruce wurde ausgetauscht, der hielt nicht so zuverlässig) können wir sehr gut vertrauen.
Nach zwei Ankernächten
auf Carriacau in der Tyrrel Bay ging es weiter, ein kurzer Schlag
nach Grenada, unserem geplanten südlichsten Ziel unserer Reise.
Immer noch zusammen mit PAROYA.
Kurz vor dem Einlaufen in
die Prickly Bay sahen wir voraus eine dunkle Regenfront auf uns zu
kommen. Ich hatte gerade noch die Zeit, das Grosssegel runterzuholen,
da schüttete es schon wie aus Eimern. Die Sicht reduzierte sich
plötzlich auf ca. 50 Meter. So einen heftigen Schauer hatten wir bis
dato noch nicht erlebt.
Wir hatten wir ein paar
Regentage und sahen schon unseren Plan, das Schiff zu streichen,
förmlich ins Wasser fallen. Aber pünktlich zum Einsatzbeginn liess
sich wieder zuverlässig die Sonne blicken und wir schwitzen wieder
wie eh und je. Das hauptsächlich nächtliche ewige Luken auf, Luken
zu konnte so ja auch nicht weitergehen.
Bei uns hat das
Haupt-Small-Talk-Experten-Thema Ankertyp zu Antifoulingfarbtypen
gewechselt. Denn – wir liegen jetzt in der Spice Island Marina,
einer Werft im Süden Grenadas um den Unterwasseranstrich erneuern zu
lassen.
Als wir vor fünf Tagen
vom Kran aus dem Wasser gehoben wurden, sah unser Unterwasserschiff
schon sehr grün bewachsen aus.
Mit viel Schleifen, Putzen und drei Farbschichten haben wir die Arbeit erledigt - MULINE hat jetzt eine schicke himmelblaue Unterhose an. Eigentlich auch nix anderes als ein Frühjahrsputz im „normalen“ Zuhause.
Mit viel Schleifen, Putzen und drei Farbschichten haben wir die Arbeit erledigt - MULINE hat jetzt eine schicke himmelblaue Unterhose an. Eigentlich auch nix anderes als ein Frühjahrsputz im „normalen“ Zuhause.
Das Werftgelände –
anfangs von mir mit Grausen beäugt ob der tausend lauernden Gefahren
(rostige Nägel, Holzbretter mit Splittern, aus dem Boden schauende
Drahtschlingen, lauter giftige Farben etc.) entpuppt sich
mittlerweile als spannender Abenteuerspielplatz für die Lütten.
| Schule |
Und spontane
Baustellen-Aperos mit Rogers Petromaxx als Beleuchtung und
Kabeltrommeln als Tische und Holzscheiten als Sitzgelegenheiten
machen auch viel Spass.
Morgen wollen wir eine
Inseltour machen, haben wir doch bisher noch nicht viel gesehen von
Grenada. Und am Tag darauf werden wir wieder zu Wasser gelassen.
Ein Kaufinteressent,
Robert aus der Schweiz ist inzwischen hier angekommen und wird uns
für ein paar Tage begleiten. Komischerweise fiel mir gestern abend
auf einmal auf, wie schön es hier duftet, die exotischen Geräusche
höre und die Wärme fühlte ich viel intensiver – wahrscheinlich
ist durch einen Verkauf von MULINE die Endlichkeit der Reise greifbar
geworden. Aber ich habe mich schon längst wieder entspannt. Wir
haben noch so viel Zeit vor uns. :)
Donnerstag, 1. Januar 2015
42. Union Island (Clifton Bay, Frigate Island und Chatham Bay) - Petit St. Vincent - Mopion - Mayreau (Salt Whistle Bay)
Die Suche nach DEM Kitespot - Kindergeburtstag und sonstige Feierlichkeiten und der Horizont voller grüner Inseln| Barracuda - aber wieder ins Meer geworfen wg. Ciguatera |
| Dinghi - Dock in Bequia |
Immerhin konnten wir Emils vierten Geburtstag schön zelebrieren mit einem Piratenschatz. Wie aufregend für ihn.
Für die Weihnachtsfeierlichkeiten bequemten wir uns eine Bucht weiter, nach Chatham Bay. Unerwarteterweise gab es dort kein Internet/Telefonnetz, lediglich fünf ganz rudimentäre Restaurant-Bretterbuden. Na das war doch der richtige Rahmen für uns. Wir hatten ein wunderbares Lobster-BBQ bei Kerzenschein, die Kinder rollten sich nach dem Auspacken der schönen Weihnachtsgeschenke vergnügt im Sand.
Wunderschön. Nicht der schlechteste Ort, um auszuharren. Mit dem Dinghi sind wir nächsten Tag rüber nach Petit Martinique, unsere Einkäufe erledigen. In meinen Vorstellungen von der Karibik hängen überall reife exotische Früche ringsherum von den Bäumen und man muss nur die Hände ausstrecken. Aber nein, kaum zu glauben, hier wächst kaum etwas. Fast alles wird importiert und dann zu horrenden Preisen angeboten. Z.B. Tomaten, ein Pfund für satte 4 Euro.
| Oh - heilige Vorräte! |
Nebenan gab es einen kleinen spektakulären Sandhaufen, der aus einem Riff ragte, ca. 50m im Durchmesser. Die Insel Mopion. Mit einem Palmdach darauf. Sehr abenteuerlich. Schon allein die Ansteuerung durch das Riff mit dem Schlauchboot.
Die Jungs und begnadeten Kiter namens Christoph und Roger (PAROYA) hatten schon im Reiseführer den nächsten Kitespot ausfindig gemacht und das war dann logischerweise auch unser aller nächstes Ziel: Die Salt Whistle Bay auf Mayreau. Wieder eine wunderschöne Bucht, wen wundert`s. Aber recht vollgestopft und am Silvestertag kamen noch viele Charter-Boote, hauptsächlich Katamarane hinzu. Wir zählten dreissig Boote in der Bucht. Momentan ist hier gerade Hauptsaison, wir rechnen damit, dass in einer Woche die Zahl der Boote wieder abnimmt, weil alle nach Martinique müssen, Boote wieder abgeben. Und 2 Wochen Urlaub vorbei. Was sind wir doch hingegen für Glückspilze!
Wir organisierten uns diesmal 3 Lobster unter zähen Preisverhandlungen für unser BBQ am Strand zusammen mit Patrizia, Roger und Yannik (PAROYA). Mit dem Schlauchboot fuhren wir alle Zutaten an den Strand und richteten uns gemütlich ein mit Grill, Girlande, Kerzen und Getränken.
Später, die ersten Boote feierten schon den Jahreswechsel nach deren Heimatzeiten, zogen wir um auf die MULINE (die Kinder mussten ja ins Bett) und hielten tapfer durch bis um Zwölf. Keine Selbstverständlichkeit, haben wir doch inzwischen unseren Lebensrhythmus ein wenig der Sonne angepasst. Und gegen 18 Uhr wirds hier schon dunkel.
Wir wünschen allen, unserer Familie, unseren Freunden und Interessierten EIN FROHES GESUNDES und GLÜCKLICHES NEUES JAHR und erheben unseren Cuba Libre auf Euch!
Noch eine Bemerkung von Prof. Emil zum Schluss: "Monsterwellen sind Wellen wo Monster drunter sind."
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